Sportfotografie – so ist es möglich, den Moment richtig einzufangen

Sportfotografie – so ist es möglich, den Moment richtig einzufangen

Kommt der Gedanke auf, Sportfotografie zu betreiben, bspw. da der eigene Nachwuchs erfolgreich ist, der hat oftmals die Fotografen vor Augen, die mit langen Objektiven im Stadion stehen. Aber selbst auf dem örtlichen Bolzplatz, wo die A-Jugend spielt oder dass „Bambini“-Training für Kinder ab drei Jahren abgehalten wird – es können auch dabei richtig tolle Fotos entstehen, die dann in einem Fotobuch, einem Fotowürfel oder einem Fotoringbuch zum Aufstellen verewigt werden.

Die richtige Kamera & ein Teleobjektiv verwenden

Wenn es darum geht, ein gutes Sportfoto zu schießen, dann wird eine digitale Spiegelreflexkamera bzw. eine Kamera benötigt, bei der die eigene Verschlusszeit eingestellt werden kann. Ist keine der beiden Möglichkeiten vorhanden, dann ist es nicht möglich, gute Sportfotos zu schießen.

Da sich Sportler in der Regel bewegen und das sogar zumeist richtig schnell, ist es wichtig, dass der Autofokus der Kamera sich möglichst schnell nachfokussiert.

Da der Fotograf in der Regel weit vom Geschehen steht und somit weit entfernt vom Motiv ist, als es in anderen Bereichen der Fotografie der Fall ist, wird ein Teleobjekt mit mindestes 200 mm fast zwingend notwendig. Denn andernfalls können die Motive nur als kleine entfernte Punkte auf dem Bild wahrgenommen werden.

Zwar gibt es im Handel sehr hochwertige und somit zugleich sehr teure Objektive, doch die Hersteller bieten zudem kostengünstige Modelle an. Diese erleichtern den Einstieg in das Gebiet.

Niemals den vollautomatischen Modus verwenden

Besonders Einsteiger begehen gern den Fehler, dass sie den vollautomatischen Modus oder einen Vormodus mit der Bezeichnung „Action“ oder „Sport“ einstellen. Aber diese funktionieren nur gelegentlich gut. Daher ist es besser, den halb manuellen Modus zu nutzen, um die nächste Stufe zu erreichen.

Bewegungen „einfrieren“ – kurze Verschlusszeiten

Damit die Bewegung der Sportler eingefroren werden kann, werden kurze Verschlusszeiten benötigt. Der Richtwert dabei lautet: mindestens 1/500 Sekunde, wobei auch kürzere Verschlusszeiten möglich sind.

Geht es bspw. dabei darum, die Wassertropfen beim Turmspringen einzufrieren, der benötigt eine Verschlusszeit von 1/2500 Sekunden. Dadurch entstehen einzigartige eingefrorene Actionszenen. Das Gegenteil davon sind die Mitzieher. Dabei handelt es sich um eine Technik, die besonders für Bilder geeignet ist, welche die Schnelligkeit und die Dynamik des Sports betonen sollen. Dafür wird die Kamera mit dem Motiv mitgeschwenkt und durch die relativ lange Verschlusszeit verwischt der Hintergrund. Der Effekt wird umso eindrucksvoller je länger die Verschlusszeit und je schneller das Motiv ist. Doch eines vorab: wer „mitziehen“ will, der benötigt viel Übung.

Auf die ISO achten

Es werden drei Komponenten verwendet, wenn es um die Bestimmung der richtigen Belichtung geht: Blende, Verschluss und ISO. Wenn im halbmanuellen Modus fotografiert wird, dann muss der Fotograf selbst die ISO-Einstellung vornehmen. Dabei spielen Ort, Zeit und Umgebung eine wichtige Rolle.

Ein niedriger ISO-Wert von 400 ist perfekt für ein Fußballspiel an einem hellen, sonnigen Tag. Denn dann steht für die Kamera genügend Licht zur Verfügung. Denn ist der Tag eher trübe und die Lichtverhältnisse sind daher schlechter, dann ist es wichtig, dass es möglich ist, den ISO-Wert einzustellen.

Bei der Fotografie gilt es sich zu bewegen

Als Fotograf steht man nicht einfach, sondern auch dieser muss sich bewegen. Wird ein Foto aus einem niedrigen Winkel geschossen, dann wird der Winkel dramatischer. Durch die untere Perspektive erhält das Foto eine hervorragende Tiefe und es handelt es sich um eine Technik, die alle Profi-Fotografen anwenden. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Fotos einen klaren Hintergrund erhalten und andere Athleten oder Gras stören das Bild nicht.

Dieser Effekt wird durch ein Weitwinkelobjektiv noch verstärkt. Der Akteur wirkt noch mächtiger und so entstehen einzigartige Bilder, die es wert sind, verewigt zu werden.

Die richtige Position auswählen und Emotionen zeigen

Das Beste ist es, mit der Sonne im Rücken zu fotografieren. Damit ist sichergestellt, dass viel Licht auf das Motiv trifft. Besonders bei kurzen Verschlusszeiten ist viel Licht ein wesentlicher Faktor, wenn es darum geht gute Bilder zu schießen. Hilfreich ist es zudem, über den Sport viel zu wissen, der fotografiert wird. Denn so ist es möglich den besten Platz für die besten Shots zu finden.

Aber Sport begeistert zudem durch Emotionen. Genau dies sollte sich in den Fotos widerspiegeln. Das kann der Stürmer sein, der nach einem Tor jubelt, oder die Verzweiflung eines Rennfahrers, der es nicht auf das Podest geschafft hat. Bei solchen Fotos handelt es sich nicht um Glückssache. Je besser der Sport bekannt ist, desto einfacher fällt es, die Emotionen der Sportler vorherzusagen.

Neue Wege beschreiten

Niemand sollte Angst davor haben, etwas Neues auszuprobieren. Eventuell wird einfach einmal ein anderes Objektiv gewählt oder ein anderer Filter. Dadurch können Bilder entstehen, die einzigartig sind. Sicherlich gibt es viele gute Fotografen, doch es sind die guten Ideen, mit denen Fotos aus der Masse herausragen.

Selbst ohne Tageslicht ist es möglich, dynamische Aufnahmen zu machen, insbesondere durch das Lightpainting – dem Gestalten des Bildes mit Licht. So können z. B. die roten Rücklichter eines Rennwagens beim 24 Stunden Rennen in Le Mans oder am Nürburgring eingefangen werden, durch längere Verschlusszeiten. Dadurch verwandeln sich diese in rote Streifen.

Ein letzter Tipp: Vorab grundsätzlich um Erlaubnis fragen, bevor mit dem Fotografieren begonnen wird. Denn ansonsten kann es sein, dass die großartigen Fotos gelöscht werden müssen.

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