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Pole Dance – der neue Trendsport

Der Tanz an der Stange wird von vielen noch immer mit schummrigen Stripclubs verbunden, doch mittlerweile hat sich Pole Dance zu seinem Sport entwickelt – einem um den eine Feminismus Debatte entbrannt ist.

Pole Dance gehört in Stripclubs! – Keineswegs!

Demi Moore tanzt in „Striptease“ um die Stange, sie trägt eine Federboa und Unterwäsche. Während sie tanzt, stecken ihr die Männer Geld zu und irgendwann wirft sie die Federboa plus BH ins Publikum. Genau das ist das Bild, das bei vielen fest verankert ist, wenn es um Stangentanz – zu englisch Pole Dance – geht. Dieser gehört in die Stripclubs, zwischen roten schummrigen Licht und sprudelnden Sekt.

Der Film „Striptease“ kam 1996 in die Kinos und über 20 Jahre später ist Pole Dance ein Sport oder besser gesagt eine Hochleistungsakrobatik an der Stange. Diese weist einen Durchmesser von 5 Zentimeter auf und die Sportlerinnen drehen sich mit ihren Körpern in akrobatischen Figuren um die Stange. Zwischendurch hängen sie über Kopf, wobei das Ziel verfolgt wird, sich durch die eigene Körperkraft an der Stange zu halten und nicht den Boden zu berühren. Bereits bei der einfachsten Drehung verlagert sich das Körpergewicht auf die Arme.

Es ist nicht möglich, in diesem Sport zu schummeln, denn entweder hält sich die Sportlerin an der Stange oder nicht. Beim Pole Dance Sport wird der gesamte Körper trainiert: Arme, Schultern, Rücken, Po und Bauch. Oft ersetzt die Stange ein komplettes Fitnessstudio.

Für wen ist Pole Dance geeignet?

Ein jeder kann Pole Dance lernen und zudem ist dieser Sport für jedes Geschlecht, jedes Alter und für jeden geeignet, der unter keinen gravierenden gesundheitlichen Einschränkungen leidet. Wer sich unsicher ist, der kann ein Gespräch mit dem Hausarzt führen oder sich an einen Pole Dance Trainer wenden.

Es sind keinerlei Vorkenntnisse notwendig, wenn es darum geht diesen Sport zu erlernen. Allerdings ist es hilfreich, wenn bereits Erfahrung aus einer anderen Sportart vorhanden ist.

Die erste Pole Dance Stunde

Wichtig ist es, vor der ersten Pole Dance Stunde keine Creme oder Lotion zu verwenden. Denn die Fette und Öle vermindern den Halt an der Stange und dadurch wird das Training erschwert und sogar gefährlich.

Für die ersten Stunden ist noch keine spezielle Bekleidung notwendig, die in einem PoleSportShop erhältlich ist, sondern ein ärmelloses Top und/oder ein Sport-BH sowie eine Hose, die maximal bis zum Knie geht, sind ausreichend. Der Grund für eine solche Sportkleidung ist, dass Haut an der Pole eine bessere Haftung hat als die Stoffhose und zudem besser aussieht, als ein Stoff, der irgendwie hochgekrempelt wird. Zumeist wird barfuß trainiert und somit sind Schuhe und High Heels nicht notwendig. Schmuck sollte nicht getragen werden, denn dieser stört und könnte die Stange verkratzen. Wie bei jeder anderen Sportart ist es auch hier empfehlenswert, etwas zu trinken mitzunehmen sowie ein Handtuch parat zu haben, um sich den Schweiß abzuwischen.

Die erste Pole Dance Stunde – was erwartet einen?

Jedes Mal beginnt ein Training, mit einem rund 15 Minütigen aufwärmen. Wichtig ist, das jede Körperpartie aufgewärmt und gedehnt wird. Denn so wird die Verletzungsgefahr minimiert.

Im Anschluss geht es dann an die Pole Dance Stange. In diesem Sport wird zwischen 300(!) verschiedenen Übungen unterschieden: Climbs (Kletterfiguren), Moves (Bewegungsabläufe) und Floorwork (Bewegungen mit Bodenkontakt).

Wer mit dem Pole Dance beginnt, der startet in der Regel mit dem Laufen um die Stange und vielleicht gibt es eine Pirouette und erste einfache Drehungen. Damit alles geschmeidig aussieht, ist es wichtig, den Kopf hochzuhalten, Schultern rein, Brust raus und die Füße und Zehen zu strecken.

Schritt für Schritt wird der Tanz an der Stange erlernt und durch zahlreiche Wiederholungen werden die Basiselemente eingeübt. Später werden dann auf diesen Elementen die weiteren Figuren und Bewegungen aufgebaut.

Zu Beginn ist diese Sportart schwer und vor allem gewöhnungsbedürftig. Wer eine Übung nicht versteht oder Hilfe benötigt, der sollte die Trainerin fragen. Zum Abschluss des Trainings kommt es zum cool down: dehnen und entspannen.

Gibt es Sicherheitsvorkehrungen?

Besonders zu Beginn ist es wichtig, dass sich die Trainierenden gegenseitig unterstützen und helfen. Vor allem die Kletterübungen und die Inversionen – das hängen über Kopf an der Stange – können beim ersten Mal gefährlich sein und daher ist es wichtig Hilfestellung zu leisten.

Einige Studios verfügen über Crash Matten, die um die Stange liegen, um so den Aufprall zu schwächen. Wichtig ist ein guter Halt und wer schnell an den Händen schwitzt, der sollte Grip Powder auf die Hände streuen oder bspw. spezielle Pole Dance Handschuhe tragen. Das hilft nicht zu rutschen.

Fazit ist, dass beim Pole Dance Sport Kunst und Fitness miteinander vereint sind und ein hervorragender Sport für alle ist, die nicht nur ihre Kondition verbessern und Muskeln aufbauen wollen, sondern die nach einer Möglichkeit suchen, sich sportlich individuell zu entwickeln.

Ein jeder Anfang ist ohne Frage schwer, doch wer dran bleibt und nicht aufgibt, der wird schnell die ersten Erfolge aufweisen können.

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