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Darts – ein zeitloses Spiel fast für jedes Alter

Seit einigen Jahren erlebt das Spiel Darts einen Boom und erfreut sich einer ständig wachsenden Beliebtheit. „Darten“ klingt vertraut und zugleich auch fremd und das ist verständlich, denn dabei handelt es sich quasi um ein „eingedeutschtes Verb“, das aus dem Englischen stammt. Unter „Darten“ wird die Ausführung des Dartspiels verstanden, dass seinen Ursprung in Großbritannien hat. Erst im Nachhinein hat sich das „Werfen der kleinen Pfeile auf eine Scheibe“ zu einer Sportart entwickelt.

Wie ist die Sportart entstanden?

Es ranken sich viele Gerüchte um die Entstehung des Dartsports. Die Verbindung mit pfeilähnlichen Wurfwaffen ist die am häufigsten genannte. Erstmals sollen diese im 5. Jh. v.Chr. genutzt worden sein und selbst bei den Römern sollen kleine Wurfpfeile – sogenannte Plumbat – zum Einsatz gekommen sein, die mit Bleigewichten und Widerhaken versehen waren. Ein Satz dieser Pfeile schenkte Anne Boleyn ihrem Ehemann Heinrich VIII.

Doch die Vermutung, dass die Darts aus Frankreich stammen, liegt nah. Denn auch dort kamen diese Wurfwaffen zum Einsatz. Diese kleinen Pfeile wurden zuvor von den Franzosen als Waffen genutzt und noch heute wird das Spiel als „Les fléchettes“ in Frankreich bezeichnet. Voraussichtlich sind diese im Zeitrahmen ab 1860 entstanden. Es gibt eine Aufzeichnung eines Amerikaners aus dem Jahre 1898, der an den Darts Papierflügel angebracht hat, um so das Flugverhalten zu stabilisieren.

Darts in den englischen Pubs

Kleine Papierflügel wurden Ende des 19. Jahrhunderts als Stabilisator für die Wurffeile genutzt sogar patentiert, nur wenige Jahre später entstand die erste dartscheiben. Die zuvor hölzernen Schäfte wurden kurz darauf durch Metallrohre ersetzt, wodurch sich die Flugbahn verbesserte und ein einheitliches Gewicht der Pfeile ermöglicht wurde. In England wurde 1908 das Darten zum Geschicklichkeitsspiel erklärt und fortan durfte es in den Pubs gespielt werden. Die Popularität des Games wuchs derart an, dass es bald dazu kam, dass illegale Wetten abgeschlossen wurden. Eine Anklage wegen illegaler Wetten wurde mit einem Spiel im Gerichtssaal beendet. Die Wichtigkeit der Geschicklichkeit stellten ein Gastwirt und der beste Spieler hervor. Dreifach traf der Spieler die 20 und sogar dreifach die Double 20. Der Gerichtsdiener erreicht nur die Scheibe, worauf der Richter entschied, dass es sich beim Dart nicht um ein Glücksspiel handelt.

Bei Darts handelt es sich um einen Kopfsport, bei dem mentale Höchstleistungen erforderlich sind. Ein jeder der sich selbst schon einmal in einer Wettkampfsituation befunden hat, der weiß, was ein einziger Pfeil für Auswirkungen nach sich ziehen kann. Eben das macht die Faszination aus, von der Laien angezogen werden. Vor allem wenn die ersten Erfolgserlebnisse beim Werfen erzielt werden, merken die Spieler, dass sie mehr wollen.

Steeldarts und Softdarts: Die Dartpfeile

Um ein Dartgame zu bestreiten, hat ein jeder Spieler drei Pfeile zur Verfügung, die als Darts bezeichnet werden. Dabei ist ein jeder Pfeil in unterschiedliche Bereich aufgeteilt:

Protector: Das Ende des Pfeils, das noch hinter den Flügeln des Pfeils zu finden ist. Dabei handelt es sich um den Schutz des Schaftes, im Fall, dass der zweite auf den ersten aufschlägt – der Körper bleibt erhalten und zugleich wird dafür gesorgt, dass der nachfolgende Pfeil abprallt und dennoch seinen Weg auf die Scheibe findet.

Flügel (Flights): zumeist gefertigt aus Nylon oder Polyester. Beim Kauf gilt es auf die Festigkeit und die Dicke zu achten. Die Fights sind auswechselbar, wenn sich Risse und Knicke zeigen und dadurch ein sauberer Wurf beeinträchtigt wird.

Zudem gibt es noch Collar, Schaft, O-Ring, Barrel und Point. Bei Letzteren handelt es sich um die Spitze, die auch als Tip bezeichnet wird. Gefertigt ist diese aus Stoff oder Stahl. Die Länge kann variieren und hierbei handelt es sich um den Bestandteil der Darts, die mit Schwung in die Scheibe geworfen werden.

Es gibt zwei Varianten von Darts – Steel Darts und soft dartpfeile. Die Unterschiede:

Steeldarts Softdarts
Metallspitze

Bis zu 30,5 cm lang

Barrel ist schwerer

Spiele werden mit einem Doppelfeld beendet

Punkte müssen eigenständig errechnet werden

Kunststoff-Tip

Gesamtlänge auf 16,8 cm vorgeschrieben

18 g schwer

Punkte werden durch die Dartscheibe gezählt

Geräte weisen eine große Spielauswahl auf

Mit bis zu 50 Gramm und einer Länge bis zu 30,5 Zentimeter sind die Steeldarts damit mehr als doppelt so schwer und rund dreimal so lang, wie die Pfeile mit denen die Amateure in den heimischen vier Wänden spielen. Die E-Darts hingegen weisen in den Turnieren bzw. offiziellen Wettkämpfen ein Gewicht von 18,5 Gramm auf und sind 16,8 Zentimeter lang. Damit sind sie folglich nur halb so lang wie die Steeldarts.

Darts ein Sport für Jedermann

Die Profis beim Dart weisen eher ein durchschnittliches Äußeres auf, im Gegensatz zu den Profis in Tennis oder Fußball, die vor Sportlichkeit nur so protzen. Oft haben sie sogar ein kleines Bäuchlein, gehören dem älteren Semester an, und/oder sind tätowiert. Durch ein solches Äußeres sollten die Dartspieler eigentlich kaum an die Beliebtheit anderer Sportarten und ihren „Profis & Models“ heranreichen. Doch das ist eine Fehleinschätzung. Denn die Tatsache, dass es sich bei den Dart-Profis nicht um braungebrannte und zurechtgemachte Sportler handelt, kommt bei den Fans gut an. Oft erkennen sich die Fans in ihrem Profi wieder und daher wird Dart oft als das Golf der Arbeiterklasse bezeichnet. Die Profis werden heiß und innig geliebt und machen diesen Sport fassbar, anstatt unmodern und spießig zu erscheinen.

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