Pfeil 660x330 - Armbrustschießen – Ein Präzisionssport mit langer Tradition

Armbrustschießen – Ein Präzisionssport mit langer Tradition

Nicht selten kommt die Frage auf, ob man sich für einen Bogen entscheiden soll oder eine Armbrust. Wer sich vorab nicht mit diesen beiden Sportgeräten beschäftigt hat, der wird auf den ersten Blick der Meinung sein, dass der Bogen sowie die Armbrust Gemeinsamkeiten aufweisen und zudem über ähnliche Funktionen verfügen. Doch bei einer genaueren Betrachtung wird jeder schnell feststellen, dass es doch erhebliche Unterschiede gibt.

Bogen und Armbrust – der Unterschied

Auch wenn es auf den ersten Blick so erscheinen mag, dass es keinerlei erheblichen Unterschiede zwischen den beiden Sportgeräten gibt, so ist das nicht der Fall. Denn das Bogenschießen bedarf wesentlich mehr Training.

Der größte Unterschied zwischen einem Bogen und der Armbrust ist die gespannte Sehne. Diese ist bei der Armbrust durch ein Schloss gesichert und wird letztendlich abgeschossen wie bei einem Gewehr. So kann die Energie gespeichert werden. Anders beim Bogen. Hier muss der Schütze, solange die Sehne halten, bis dass er diese loslässt.

Die Armbrust – sie weist eine lange Geschichte auf

Wer das Wort Armbrust hört, der denkt sicherlich gleich an Wilhelm Tell und nicht an eine moderne Sportart. Doch seit dem legendären Schuss auf den Apfel hat sich die Armbrust in Hinsicht auf ihren Einsatz im Mittelalter (Jagd und Kriegswaffe) zu einem echten Hightech-Sportgerät entwickelt.

Bis hin zum Hightech-Sportgerät durchlief die Armbrust drei wesentliche Entwicklungsstufen:

1.         Die Urform ist die Armbrust mit hölzernen Bogen. Zumeist wurde sie beidhändig gespannt, wobei das „Mündungsende“ der Waffe mit dem Fuß bzw. den Füssen des Schützen in einer Art Steigbügel am Boden gehalten wurde. Aufgrund der begrenzten Zugkraft musste Spannhilfsmittel nicht zum Einsatz kommen.

2.         Die zweite Variante, war bereits leistungsfähiger und war mit einem Kompositbogen ausgestattet. Bei dieser Variante war der Bogen aus Schichten von Horn und Tiersehnen verleimt und bog sich ohne Bogensehne nach vor. In Europa kam diese Art von Bogen wahrscheinlich zum Ende des 12. Jahrhunderts durch die Übernahme der Komposittechnik aus Byzanz oder Arabien in Gebrauch. Allerdings bedurfte diese Art der Armbrust aufgrund der hohen Zugkraft zumeist eine Spannhilfe in Form von Flaschenzügen, Hebelkonstruktionen wie Geißfuß und Wippe, Winden oder Schrauben.

3.         Im 14. Jahrhundert kam die historisch leistungsfähigere Variante auf, wie die Arbalest mit stählernen Bogen. Im Gegensatz zu den Kompositbogenkonstruktionen war sie nicht mehr witterungsanfällig, aber zum Spannen wurden ebenfalls Hilfen benötigt.

Die moderne Armbrust

Ende des 20. Jahrhunderts kamen die modernen Feld- und Jagdarmbrüste auf, die aus dem Schulteranschlag heraus geschossen werden. Die Bögen bestehen aus Glas- und Kohlenstofffasern verstärkten Kunststoff. Überwiegend werden sie auch aus Leichtmetallen und hochwertigen Kunststoffen gefertigt und sind aus diesem Grund leicht und witterungsunempfindlich. Auch bei den Bolzen kommen moderne Materialien zum Einsatz. In der Regel sind diese länger und werden aus diesem Grund auch als „Pfeil“ bezeichnet. Die Spitzen der Pfeile lassen sich durch Schraubgewinde ohne aufwendiges Werkzeug je nach Bedarf schnell wechseln. Beispielsweise können so die Spitzen durch Jagdspitzen ausgetauscht werden.

Bei dem Schießen mit der Armbrust und Feldarmbrust, handelt es sich ebenso wie beim Bogenschießen um eine sehr traditionsreiche Sportart, die sich mittlerweile zu einem Hightech-Sport entwickelt hat. Ein wenig kann die Technik des Armbrustschießens mit der des Gewehres verglichen werden. Bei der Feldarmbrust handelt es sich um eine Armbrust, die über einen mechanischen Abzug verfügt. Diese kann bis zu 10 Kilogramm schwer sein und daher ist es notwendig über die entsprechende Kraft zu verfügen, um genau zielen zu können.

Darüber hinaus sollte jeder, der mit dem Armbrustschießen beginnen möchte, über Folgendes verfügen bzw. sich dieses aneignen:

  • • Körperbeherrschung
  • • Hohe Konzentration
  • • Eine ruhige Hand
  • • Eine gute Kondition
  • • Kraft
  • • Innere Ruhe

Mit dem Bogen ins „Schwarze treffen“

Bereits vor weit über 15.000 Jahren wurde von Schützen berichtet, die mit Pfeil und Bogen unterwegs waren. Selbst wenn heute der Bogensport ganz anders aussieht und zumindest in Europa nicht mehr zum Jagen ausgeübt wird, so übt dieser Sport doch eine ganz besondere Faszination auf die Menschen aus. Denn Bogenschießen ist mehr als nur „Anspannen, Zielen und Loslassen“. Wer diesen Sport erfolgreich ausüben will, der muss neben einem hohen Maß an Konzentration auch Geduld und Kraft mitbringen.

Diejenigen die zudem ihre Rücken-, Brust- und Schultermuskulatur stärken möchten, die sind mit dem Bogenschießen als Sportart bestens bedient. Der Bogensport wird grundsätzlich auch als „familiär“ bezeichnet.

Was darf es sein?

Selbst wenn es unglaubwürdig klingt, so sind viele Menschen, die von ADHS betroffen sind, Schießsportler. Der Grund ist, dass dabei von ihnen Aufmerksamkeit gefordert wird und sie sich „auspowern“ können. Dieser Sport hilft, dass sie ruhiger werden und an ihrer Konzentrationsfähigkeit arbeiten. Aber auch die Menschen, die privat und/oder beruflich unter Stress stehen, sind mit dem Schießsport gut beraten. Denn auch hier steht das Training für Konzentration und Geduld und dem Erreichen von innerer Ruhe.

Neben dem Schießsport üben viele Sportler noch andere Sportarten aus, die ihrem Sport zugute kommen. Nicht selten machen Sie Yoga oder Kraftsport, um so die notwendige Ausdauer, Kraft und Kondition zu erhalten. Genau das ist notwendig, um die Waffe zu halten, zu zielen und den Körper sowie die Atmung unter Kontrolle zu bekommen.

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